Tagebuch Nadine Hostettler

  • Sonntag, 27 November 2016 13:09

Nadine Hostettler beschreibt ihre Woche bei Katrin Marthaler in Zollikofen

Montag, 14.11.2016

Seit gut 3 Monaten lebe ich jetzt bei der Familie Marthaler und habe mich sehr gut eingelebt.
Diese Woche begann für mich um 14.00 Uhr, da ich am vergangenen Samstagmorgen beim Backen geholfen habe. Unser Ziel für heute war, das Verkaufsgestell zu renovieren. Meine Chefin und ich haben die Ablagen mit neuer Folie eingefasst und dem Möbel den ersten orangen Anstrich verpasst. Auch meine Arme veränderten ihre Farbe in Richtung orange. Zu guter Letzt druckten wir die Verkaufsschilder neu und reinigten die Kunststoff- Halterungen.
Die Zeit verging im Fluge und schon bekamen die Ziegen ihr Futter und der Pferdestall wurde ausgemistet. Diese Arbeiten erledige ich jeden Tag.
Nächster Punkt: Nachtessen vorbereiten. Brot, eine Fleischplatte und Suppe kamen auf den Tisch. Ich gehe davon aus, dass es geschmeckt hat, denn es blieben kaum Resten übrig. Nach dem Essen räumten wir auf und ich ging dann ins Geräteturn-Training. Gerätetunen ist seit 10 Jahren mein grösstes Hobby.

 
Dienstag, 15.11.2016
 
Nach einer erholsamen Nacht - ich schlafe übrigens immer gut hier - genoss ich das Frühstück.
Der zweite Anstrich in orange am Verkaufsgestell war meine Aufgabe und im Nu erledigt. Meine Arme sind nach wie vor ebenfalls in orangen Tönen gehalten. Das spielte bei der nächsten Arbeit keine Rolle. Behutsam füllte ich die Eier in Vierer-, Sechser- und Zehnerkartons ab.
Berge von Wäsche warteten nun auf mich. Die Kleidungsstücke wollten zusammengelegt werden. Kaum war diese Arbeit beendet, ging es ab in die Küche. Mein Menü von heute sah folgendermassen aus: Poulet, Bratkartoffeln und Nüsslersalat. Gleichzeitigt kochte ich für das Abendessen eine Vanillecreme.  
Die Mittagspause nutzten Katrin und ich für einen Ausritt mit Luino und Amedie. Es war wunderschön! Tiere sind meine Leidenschaft.
Weiter ging es mit Farbe, Sie erraten es, orange, an einem weiteren Möbel. Und ja, meine Arme…
Kleider bügeln war der nächste Programmpunkt. Dann ab in die Küche. Dampfnudeln sind einfach zu machen und schmecken mir total. Damit wir diese zum Nachtessen geniessen konnten, musste ich bereits am Nachmittag den Teig kneten.
Weiter ging es mit dem Entfernen des Abdeckmaterials an den bemalten Möbelstücken, der Versorgung der Ziegen und Pferde und dem begehrten Nachtessen.
Katrin und ich besuchten am Abend eine Tupper-Party. Es war spannend und lehrreich.

 
Mittwoch, 16.11.2016

Mittwoch ist der Schultag in Langenthal. Heute stand das Thema Waschmittel auf dem Schulplan. Wir haben die Zusammensetzung angeschaut, Tests durchgeführt und die richtigen Mittel für die entsprechenden Flecken definiert.
Das Mittagessen bereitete die zweite Halbklasse zu, es gab Fleischvögel, Spätzli und Rotkraut. Zum Dessert bekamen wir gefüllte Äpfel mit Crunch serviert.
Am Nachmittag besuchten wir das Bundeshaus in Bern. Dort erlebten wir eine interessante Führung durch die Räumlichkeiten unserer Regierung.
Früher Feierabend um 17.00 Uhr. Hurra!
Mit dem Abendessen mit Marthaler‘s und einem gemütlicher Abend beschloss ich diesen Schultag.

 
Donnerstag, 17.11.2016

Es gab Frühstück wie immer um 07.00 Uhr. Donnerstag ist bei uns Putztag. Das heisst für mich: Reinigung meines Zimmers, beide Wohnzimmer und das Büro. Katrin übernahm Bad und Schlafzimmer. Jede zweite Woche werden auch die Zimmer der Lernenden einer Reinigung unterzogen
Putzen braucht Zeit und schwupp, landete ich in der Küche. Heute kochte ich Rindsbraten, Polenta, Broccoli und Blumenkohl.
Die Mittagspause verbrachte ich mit einem dieser beliebten Ausritte mit Katrin und den Pferden durch eine herbstliche Landschaft.
Kaum waren die Pferde abgesattelt und in ihren Boxen, habe ich das Nachtessen vorbereitet, nämlich Joghurt-Quark Köpfchen und sechs Rotweinkuchen für den Verkauf gebacken. Dies war eine aufwändige Arbeit.
Anschliessend erwarteten die Ziegen und Pferde mich bereits.
Zum Nachtessen gab es dann zu den Joghurt-Quark Köpfchen eine Erdbeersauce, zu Vorspeise eine heisse Bouillon.

 
Freitag, 18.11.2016

Wie immer begann der Morgen mit dem Frühstück. Auch heute ist Putztag. Die ganze Küche wurde von mir gründlich gereinigt.
Tagesmenu zum Mittag: Fischstäbchen, Spinat und Salzkartoffeln. Das ist leicht gemacht und sehr fein.
Den Nachmittag verbrachte ich alleine. Ich wischte um das ganze Bauernhaus herum und reinigte die sanitären Anlagen beim Stall. Das Verkaufshäuschen brachte ich auf Vordermann und bereitete alles für das Backen vor. Die Eier konnte ich ohne Bruch zu verursachen bereitstellen. Anschliessend backte ich, ebenfalls für den Verkauf, feine Linzer- Muffins.
Zum Nachtessen genossen alle Kartoffeln mit Käse und Speck überbacken. Dazu gemischten Gartensalat. Eigene Produkte werden bevorzugt. Um 21.30 Uhr knetete ich den ersten Zopfteig, den Katrin am nächsten Morgen um 04.15 Uhr früh verarbeiten wird.
 
 
Samstag, 19.11.2016

Samstag ist Backtag. Für mich begann er um 05.15 Uhr. Ich half Katrin wo ich konnte. Zum Beispiel beim Brotteig abwägen. Zur Auswahl stehen jeden Samstag drei verschiedene Sorten Brot, grosse und kleine Zöpfe und Tübeli und drei Süssgebäcke.
Äpfel, Birnen, Kartoffeln und Eier kann man auch immer unter der Woche kaufen. Nach und nach kann ich immer mehr helfen. Die Tübeli sind schon kein Problem mehr für mich. Die Zeit vergeht schneller denn je, das „Zmorge“ war schon am Verdauen während ich den Backraum putzte.
Nach dem gemütlichen Kaffee mit der Familie ging ich etwa um 10.00 Uhr nach Hause. Weiter geht es für mich wider am Montag um 14.00 Uhr. Ich freue mich schon!
 
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  • Letzte Änderung am Sonntag, 27 November 2016 14:03

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