Tagebuch Svenja Moser

  • Freitag, 03 Februar 2017 09:01

Svenja Moser beschreibt ihre Woche bei Dominique Löffel in Schüpbach

Montag, 23.01.2017

Um 07:00 Uhr kräht der Hahn, na ja, der Wecker um ehrlich zu sein. Nach dem ich mich gesammelt habe, geht es zum Frühstücken in den unteren Stock. Ich bin meistens die erste in der Küche und mach demnach auch den Frühstückstisch bereit.
Am Frühstückstisch besprechen meine Chefin und ich was alles ansteht und erledigt werden muss an diesem Tag. Nach dem alles besprochen ist beginnt mein Arbeitstag. Wie jeden Morgen erledige ich als erstes den Morgenkehr, dass umfasst die Abwaschmaschine aus- und einzuräumen, Waschen & Tumblern der Wäsche und Wäsche zusammenlegen. Je nach dem wie die Böden aussehen, sauge ich sie und nehme sie noch feucht/nass auf.
Als nächstes mache ich den Pizzateig. Richtig geraten, es gibt heute selbergemachte Pizza von A-Z und als Ergänzung gibt es dazu noch einen Salat. Ein einfaches und schnelles Menü, perfekt um Zeit für den Einkauf zu haben. Nach dem ich die Menüplanung für die ganze Woche geschrieben habe, schreibe ich den Einkaufszettel und erledige den Einkauf.
Jetzt geht es ans kochen. Da ich den Pizzateig am Morgen schon gemacht habe ist dieser wunderbar aufgegangen und zum Verarbeiten bereit. Auswallen, belegen, ab in den Steamer. Zwischendurch bleibt Zeit, um den Tisch zu decken, Wäsche aufzuhängen und die Waschmaschine erneut zu befüllen. Etwa um 12:00 Uhr kommt mein Chef nach Hause und dann heisst es auch schon „ä Guete“.

Nach dem Essen wird noch die Küche aufgeräumt und dann geht es mit Vorfreude auf den Nachmittag in die Mittagspause.
Nach meiner Mittagspause darf ich meine Fertigkeiten an einem Biskuitteig für eine Schwarzwäldertorte ausprobieren.

Jetzt ist es soweit, ich darf bei der Planung der Pflanzung helfen. Meine Chefin erklärt mir die ersten Schritte. Ich muss wissen, welches Gemüse wie viel Platz benötigt. Dazu erhalte ich diverse Hilfsmittel. Anschliessend darf ich selber arbeiten. Ich rechne pro Gemüse und Früchte die verkaufte Menge zusammen und berechne anhand der Menge den benötigten Platz in m2.
Weil es aber schon Zeit ist, um das Abendesse zu kochen, werden weitere Schritte vertagt.
Zum Abendessen gibt es Milchreis und Apfel/Birnenmus. Alles
self made natürlich. Am Tisch wird dann über den Tag und sonst wichtige Dinge gesprochen. Nach dem Essen und Tisch abräumen wartet auch schon der Feierabend auf mich.

 

Dienstag, 24.01.2017

Auch heute wollte mich der Wecker nicht länger schlafen lassen und läutete mich um 07.00 Uhr aus dem Bett. Nach dem Frühstück geht es nicht wie gewohnt an den Morgenkehr, sondern ich kreierte zuerst eine Schwarzwäldertorte. Das Biskuit habe ich am Vortag schon gebacken, also muss nur noch die Füllung und die Schokostreusel gemacht werden. Diese Torte lieferten wir in das Restaurant „Turm“ nach Signau. Dort fand ein Senioren-Treff statt. Das Dessert für diese Treffen wird jeweils von den Mitgliedern der Landfrauen Signau hergestellt.
Vor dem Liefern mache ich alles für das Mittagessen bereit. Also Tischdecken, Käseschnitten zubereiten, die Salatsauce und den Salat bereite ich vor und stelle es kühl, damit ich nach dem Liefern keinen Stress mit kochen habe.
Nach dem Liefern bleibt noch Zeit, um eine Lauchcrèmesuppe als Vorspeise zu kochen und den Teig für ein Ruchbrot zu machen. Als mein Chef nach Hause kommt, gibt etwas zwischen die Zähne.
Nach dem Essen, abräumen und Küche machen geht es in die Mittagspause. Jetzt freue ich mich aber. Der kleine Elia möchte gerne Schlittschuhlaufen gehen. Wie praktisch, dass es beim Schulhaus, welches ein paar Gehminuten entfernt ist, eine Eisbahn hat. Den Nachmittag verbringen wir beide auf den Schlittschuhen und haben einen Riesenspass. Für ihn ist es das Dritte mal und er macht das schon super. Übung macht den Meister, wie man sagt.
Wieder zurück, essen wir Z`vieri und dann geht es wieder an die Planung der Pflanzung. Jetzt rechne ich anhand der Dauer von der Saat bis zur Ernte aus, wann die jeweiligen Gemüsesorten in den Boden müssen. Dann wird das ganze noch ein wenig komplizierter: Da wir das Gemüse gestaffelt ernten wollen, müssen auch verschiedene Saattermine ausgerechnet werden.
Nach dieser spannenden aber kopfzermarternder Aufgabe geht es ans Abendessen. Die Leibspeise von meiner Chefin und mir, Dampfnudeln mit Vanillecrème. Nach diesem leckeren Abendessen geht es in den Feierabend, denn Morgen heisst es ab in die Schule.

 

Mittwoch, 25.01.2017

Heute war der Wecker erbarmungslos. Um 06:00 Uhr schällte er mich aus dem Bett. Am Mittwoch haben wir Schule in Langenthal. Ich bin die Älteste in meiner Klasse „die Mutti“ so zu sagen und ich fahre mit meinem Auto in die Schule.
Zwischen 07:30 – 08:00 Uhr fahre ich vom Betrieb ab. Auf den heutigen Schultag freue ich mich. Er wird spannend und lehrreich werden. Heute hat die ganze Klasse in den ersten beiden Lektionen mit Frau May Deutsch und Mathe. Die Lektionen mit Frau May vergehen immer wie im Flug. Nach diesen beiden Lektionen geht die Halbklasse A kochen und die andere Halbklasse B, in der ich mich befinde, hat mit Frau Gabi Haushaltsführung. Wir haben verschiedene Flickarten auf der Nähmaschine ausprobiert und das nächste Mal wenden wir uns dann dem Hosen flicken zu.
Auf das Mittagessen habe ich mich schon den ganzen Tag gefreut. Es hat zur Vorspeise einen Nüsslisalat mit Ei und Speck gegeben, zur Hauptspeise Bami Goreng und zum Dessert einen Wintersalat aus Früchten.
Frisch gestärkt nach diesem leckeren Mittagessen, geht es an die Probe für die Delegiertenversammlung des Verbandes Bernischer Landfrauenvereine. Wir üben in den Halbklassen die Tänze, die wir dann alle gemeinsam vorführen. Der erste Teil des Tanzes haben wir bereits geübt und uns eingeprägt. Mir hat es großen Spass gemacht und ich freue mich schon auf die Vorführungen und auf das Präsentieren unserer Ideen.
Am meisten gefreut habe ich mich auf die zwei Lektionen Gesundheitsvorsorge bei Frau Born. Bei ihr werde ich noch vieles Lernen und mit Vorfreude schaue ich auf die weiteren Lektionen, die wir mit ihr haben werden. Spannende Projekte warten auf uns wie der Besuch der Rega-Basis Bern- Belp.
Vor Schulschluss gab es noch Zeugnisse. Für viele ein schrecklicher und überraschender Moment, für mich Routine. Da ich schon eine Lehre absolviert habe, sind Zeugnisse für mich zur Gewohnheit geworden. Ich war aber auch die Einzige in meiner Klasse die sich gefreut hat. Für mich war es ein spannender und lehrreicher Schultag.

Eine Schulkameradin, die in der Nähe von meinem Ausbildungsort das „Bildungsjahr Hauswirtschaft“ absolviert, habe ich ist mitgenommen und gemeinsam sind wir in den Jakobsmarkt „Shoppen“ gegangen. Ich habe sie danach auf den Betrieb gebracht und dann hiess es auch für mich ab auf den Betrieb.
Ich habe noch gemeinsam mit der Familie zu Abend gegessen, anschliessend habe ich den Bericht für den Blog erfasst.

 

Donnerstag, 26.01.2017

Natürlich muss auch heute der Wecker erwähnt werden. Um 07:00 Uhr musste dieser sich wieder melden. Nach dem Frühstück geht es nicht wie gewohnt an den Morgenkehr, sondern ans Putzen. Denn der Donnertag ist Putztag. An den anderen Wochentagen werden die Gerätschaften, die gebraucht wurden, gereinigt. Am Putztag wird gründlich gereinigt. Als erstes werden die Betten frisch bezogen und nach und nach die Wäsche gewaschen. Anschliessend leere ich die Abfalleimer, die in den Zimmern stehen. Dann fängt das Putzen an. Von links nach rechts, von oben nach unten. Angefangen an den Zimmertüren, zuletzt die Böden. Zuerst entstaube ich alle Regale, dann geht es an die Fenster. Denn dort zeichnen sich gerne ein paar kleine Handabdrücke ab. Danach sauge ich die Böden und nehme sie nass auf.
Nach den ersten beiden Zimmern geht es für mich in die Küche, denn der Braten muss zuerst angebraten werden und dann gemeinsam mit dem angedünsteten Gemüse und der Brühe in den Ofen.
Danach geht es Schlag auf Schlag weiter im Badezimmer. Dort putze ich gründlicher. Von Badewanne, WC, Dusche bis hin zur Waschmaschine und Tumbler wird alles geputzt. Am Anfang noch im Schneckentempo, weil die Routine fehlte, jetzt schon fast im Schlaf.
Im Nu ist das DG der zweistöckigen Dachwohnung geputzt und der Morgen auch schon vorbei. Jetzt geht es ans Weiterkochen. Als nächstes koche ich die Kartoffeln für den Kartoffelstock im Dampfkochtopf. Währendem bereite ich die Salatsauce, den Salat und den Tisch vor. Nachdem der Braten zum essen bereit ist mache ich aus dem Sud noch eine leckere Sauce und dann kann gegessen werden.
Da der Kleine schon am Morgen gefragt hat, ob ich etwas mit ihm unternehmen könnte, gehe ich mit ihm nach meiner Mittagspause Schlittschuh laufen mit der Idee, wir könnte versuchen, Eishockey zu spielen. Da er erst das vierte Mal auf den Kufen steht, sieht dies bei ihm noch wackelig aus. Ich muss aber zugeben, so gut ich auch Schlittschuhlaufen kann und das kann ich wirklich gut, klappt es bei mir mit Eishockey nicht wirklich. Das war aber nicht weiter schlimm, denn die anderen Kinder, die auch auf dem Eis waren, konnten es nicht viel besser. Gemeinsam mit ihnen haben wir dann bis es Z`vieri gab, Eishockey gespielt. So schön es auch war, jetzt wartet auf mich noch das OG.
Dort haben wir die Küche, das Esszimmer und ein kleines WC. Angefangen bei der Küche putze ich den Herd, den Backofen und alle Fronten der Küchenschäfte. Auch das Sieb der Abwaschmaschine und die Schublade mit dem Mülleimer werden geputzt. Danach das kleine WC, nach dem Selben Vorgehen wie im Badezimmer. Als nächstes mache ich den Vorraum zur Wohnung. Dort sauge ich den Boden und nehme ihn nass auf. Wieder in der Wohnung, wird der Boden gesaugt und auch nass aufgenommen. Jetzt ist das Putzen auch schon zu Ende und es ist schon wieder Zeit um das Abendessen vorzubereiten. Es gibt Raclette. Während dem Abendessen bleibt Zeit um Wichtiges zu bereden. Nach dem Abendessen gehe ich packen. Denn morgen Abend geht es nach Hause und ab in die Ferien.

 

Freitag, 27.08.2017

Heute ist der letzte Arbeitstag vor meinen Ferien. Natürlich freue ich mich darauf, eine ganze Woche in meinem Bett zu schlafen und mit meinen Eltern und Freunde ein Zeit zu verbringen.
Wie immer, ist zuerst der Morgenkehr an der Reihe. Danach geht es für mich nach draussen. Ich habe noch die Böden zweier kleinerer Räume zu putzen. Zuerst mache ich sie besenrein, danach nehme ich sie nass auf. Da ich gerade draussen bin, nehme ich noch Bohnen und Rüebli aus dem Tiefkühler mit in die Wohnung.
Alles, was für‘s Mittagessen vorbereitet werden kann, bereite ich schon einmal vor. Das Gemüse taue ich auf. Die Polenta, gemeinsam mit der Milch, der Butter, den Gewürzen und dem Käse gebe ich in eine Gratinform und stelle sie in den Steamer. Nach dem Programmieren des Steamers ist diese Arbeit getan. Nachdem die Bohnen und die Rüebli aufgetaut sind, gebe ich diese gemeinsam mit Salz und Pfeffer in ein Lochblech. Da ich noch Broccoli im Kühlschrank habe, schneide ich die Röschen ab und gebe diesen ebenfalls ins Lochblech. Da sich die Polenta und das Gemüse nicht beissen, stelle ich das Gemüse zur Polenta in den Steamer.
Da die Plätzli nur ganz kurz gebraten werden müssen, warte ich mit dem würzen und braten bis mein Chef nach Hause kommt. Die Bratensauce ist auch schnell gemacht. Jetzt bleibt Zeit, um einen Rhabarber-Schokokuchen zu machen. Von der letzten Saison haben wir noch eingefrorene Rhabarber, die ich verwenden werde. Das Rezept ist sehr einfach und das Resultat wird dann beim Z`vieri probiert. Jetzt noch den Tisch decken und dann geht es ans weiter kochen.
Kurz vor 12:00 Uhr ist die Polenta und das Gemüse verzehrbereit. Abschmecken und noch einmal warmstellen. Jetzt geht es an die Plätzli. Diese salze und würze ich und brate sie auf beiden Seiten scharf an. Alles auftischen, jetzt kann gegessen werden.
Während dem Mittagessen besprechen meine Chefin und ich den Nachmittag. Der Kleine möchte noch einmal Schlittschuhlaufen gehen. Er hat daran Gefallen gefunden und möchte am liebsten 24 Stunden auf dem Eis sein. Natürlich gehe ich gerne mit im auf Eis. Von Mal zu Mal klappt es besser und es macht einenRiesenspass. Jetzt brauchen wir aber eine Stärkung. Den Rhabarber-Schokokuchen, den ich am Morgen gebacken habe, will natürlich probiert werden. Und er schmeckt fantastisch. Ein Rezept, welches ich sicher noch einmal machen werde. Da ich um 17:00Uhr einen Massagetermin habe, darf ich nach dem Z`vieri Feierabend machen. Jetzt heisst es noch Packen und auf Wiedersehen sagen.
Nach meinen Ferien werde ich gestärkt und mit neuem Elan auf den Betrieb zurückgehen.

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  • Letzte Änderung am Freitag, 03 Februar 2017 09:23

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