Tagebuch Celina Rickli

Celina Rickli beschreibt ihre Woche bei Irene Zurbrügg, Fahrni

 

Montag, 6. März 2017

Um 06.30 klingelt mein Wecker und ich mache mich bereit, damit ich pünktlich um 07.00 Uhr im Haus drüben anzufangen kann. Als erstes begrüsse ich alle, wasche mir die Hände und mache das Frühstück für die ganze Familie. Ich koche noch Wasser für Tee und Kaffee und räume die Abwaschmaschine aus, putze den Filter und räume die Maschine wieder ein. Danach hänge ich die nasse Wäsche auf und falte die trockene Wäsche zusammen. Auch das Betten machen bei den Kindern erledige ich gleich. Etwa um 08.00 Uhr gibt es dann das Frühstück. Normalerweise essen die Kinder zuerst, aber da diese heute schulfrei habe essen alle zusammen.

Nach dem Frühstück und falte noch den Rest der Wäsche zusammen. Nach dem falten bereite ich den Reis für den Steamer vor: Ich lege die Form mit dem Reis in den Steamer und lasse diesen dampfen. Als nächstes mache ich die Vanillecrème und das Apfelmus, die für eine Götterspeise vorgesehen sind für‘s Abendessen. Sobald die Vanillecrème und das Apfelmus im Keller sind, bereite ich alle Zutaten vor, um selber Hamburger zu machen. Nach der Vorbereitung mache ich den Reissalat fertig und bereite noch einen Kopfsalat vor.
Ich decke den Tisch, damit wir pünktlich um 12.00 Uhr essen können. Meine Chefin und Simon sind noch beim Zahnarzt. Nach dem Essen räume ich die Küche auf. Danach geht dann in die wohlverdiente Pause.

Nach der Pause habe ich mich für die Arbeit draussen angezogen. Als erstes putze ich den Brunnen, der einmal im Monat gereinigt werden muss. Danach wische ich den Stall von Pony und Esel und mache dann alles breit um den Hühnerstall zu misten. Während ich den Stall miste, höre ich Radio, damit es nicht so ruhig ist. Das Misten übernehme ich heute ausnahmsweise, da meine Chefin den Karpaltunnel operieren musste. Sobald ich den Mist aus der Karette gekippt habe, locke ich die Hühner und Geissen, die ich während des Mistens frei herumlauen liess, wieder ins Gehege. Kaum ist das letzte Huhn im Stall, beginnt es zu stürmen. Ich gehe wieder hinein und mache mich an die Fertigstellung der Götterspeise. Danach wasche ich das Geschirr ab und helfe den Kindern bei den Hausaufgaben und gehe um 17.00 Uhr in den Stall mit meinem Chef zusammen. Im Stall verteile ich das Silofutter und gehe danach misten. Die Stallarbeit erledige ich immer mit grossem Vergnügen, da man so nah bei den Tieren ist. Dann etwa um 18.00 Uhr geht es wieder hinein zum Abendessen. Nach dem Abendessen räume ich die Küche noch auf und habe danach Feierabend.

 

Dienstag, 7. März 2017

Wie jeden Morgen klingelt mein Wecker um 06.30 Uhr. Ich mache mich bereit und mache mich auf den Weg um zu arbeiten. Da heute ein normaler Tag ist, bereite ich als erstes das Frühstück zu. Während die Kinder essen, räume ich die Abwaschmaschine aus. Sobald die Kinder gegessen haben, helfe ich ihnen beim bereitmachen für in die Schule. Die Kinder sind gegangen, und ich ziehe mich an um draussen die Hühner, Geissen und Katzen zu füttern. Diese Arbeit mache ich freiwillig. Als ich alles erledigt habe, gehe ich wieder hinein und fange mit den täglichen Aufgaben an: Wäsche aufhängen, Betten machen der Kinder, Reinigung beider Badezimmer (WC und Brünneli) und das Wischen oder Saugen des Küchenbodens.
Heute sauge ich den Boden, da dieser sehr verschmutzt ist. Nach den täglichen Aufgaben bereite ich - während ich auf die Jüngste aufpasse - zwei Teige zu. Einmal einen geriebenen Teig und einmal einen süssen Hefeteig.
Aus dem gerieben Teig gibt es später einen Lauchkuchen. Für diesen bereite ich jetzt die Füllung vor. Als erstes schneide ich alle Zutaten klein. Lauch, Zwiebeln und Speckstreifen. Nach dem Schneiden gebe ich alle Zutaten in die vorgeheizte Bratpfanne und dünste alles an, bis der Lauch etwas eingefallen ist. Sobald das geschehen ist, nehme ich die Bratpfanne vom Herd und lasse alles etwas auskühlen. Danach mache ich den Guss. Dazu mische ich Milch, Rahm, Eier und Gewürz zusammen.
Als nächstes rolle ich den Teig rund aus und lege ihn schön in die vorbereitete Form. Ich mische den Guss mit dem gedünsteten Lauch und schütte die Masse in die Form, um den Kuchen anschliessen im vorgeheizten Ofen backen zu lassen.
Während der Kuchen backt, bereite ich die klare Gemüsesuppe vor, die es zum Kuchen dazu gibt.
Danach decke ich den Tisch und bereite eine Haselnussfüllung zu. Etwa um 12.00 Uhr kommt die Schwester von meinem Chef mit ihrem fast 1-jährigen Sohn zum Essen. Ich nehme den Lauchkuchen aus dem Ofen und serviere ihn mit der Suppe zusammen. Bis alle am Tisch sitzen, räume ich noch schnell die Küche auf, danach essen wir.

Nach dem Essen habe ich eine Stunde Pause. Anschliessend bereite ich als erstes den süssen Hefeteig für Hefeschnecken vor. Zuerst teile ich den Teig in zwei Hälften. Die erste Hälfe rolle ich aus und bestreiche diese mit einer Mandelfüllung, die zweite Hälfte bestreiche ich mit der Haselnussfüllung. Ich schneide die zwei Stränge in kleine Scheibchen und bepinsle diese mit Ei. Danach kommen die Schnecken in den Ofen. Als nächstes mache ich alles bereit, um die Fenster im oberen Stock zu putzen. Ich beginne mit dem Fenster im Badezimmer. Kaum fertig geputzt, sind auch schon die Schnecken fertig. Ich bestreiche die noch warmen Schnecken mit Puderzuckergruss. Danach geht es wieder ans Fensterputzen. Etwa um 17.00 Uhr kommen die Schulkinder nach Hause. Ich helfe ihnen bei den Hausaufgaben. Im Anschluss daran mache ich mich auf den Weg nach Hause. Am Dienstag darf ich immer nach Hause, da ich so nahe an der Schule wohne und ich so die Trainings vom Turnverein Subingen besuchen kann.

 

Mittwoch, 8. März 2017

Heute ist Schule. Ich stehe um 07.00 Uhr auf, ziehe mich an, esse Frühstück und mache mich auf den Weg zur Bushaltestelle, wo der Bus um 07.37 Uhr losfährt. Pünktlich um 08.04 Uhr komme ich in Langenthal an. Am Bahnhof wartet auch schon die erste Mitschülerin. Zusammen warten wir auf die anderen und gehen dann mit diesen auf den Bus der zum Waldhof fährt.
In der Schule angekommen, warten wir darauf, dass der Unterricht um 08.45 Uhr anfängt. Diese Zeit nutzen wir immer, um uns über die vergangene Woche auszutauschen und uns die neusten Nachrichten zu erzählen. Dann beginnt endlich der Unterricht. Heute haben wir als Erstes Gartenbau. Wir setzen uns alle in einen Kreis und erzählen uns gegenseitig, was wir schon alles über den Garten wissen, aber auch was wir gerne im Gartenbau lernen möchten. Als nächstes erklärt uns unsere Lehrerin für Gartenbau was eine Photosynthese ist, wie eine Pflanze aufgebaut ist, dass es weibliche sowie männliche Pflanzen gibt und dass es z.B. Kirschbäume gibt, die verschiedene Sorten Kirschen tragen.
Um 10.00 Uhr haben wir Pause und wir vergnügen uns mit Leckereien aus der Mensa.
Nach der Pause treffen wir uns alle im Garten, wo wir uns Blumensamen aussuchen dürfen. Ich habe die Helichrysum bracteatun (Strohblume ) ausgesucht. Als nächstes nehmen wir uns alle ein Kistchen, um die Samen zu pflanzen. Wir füllen die Erde in das Kistchen und streichen diese schön glatt. Danach begiessen wir die Erde mit lauwarmen Wasser, verteilen die Samen und überdecken diese mit einer ganz dünnen Schicht Erde. Ist dies abgeschossen, bringen wir die Kästchen in das Gewächshaus.
Als nächstes dürfen wir aus dünnen Ästen einen Kranz gestalten. Die Kränze sind alle wunderschön.
Dann ist endlich Mittag und wir gehen zum Essraum. Zum Zmittag gibt es zur Vorspeise eine Gries-/Lauchsuppe und zum Hauptgang Currygeschnetzeltes mit Bratkartoffeln.
Nach dem Essen machen wir uns bereit, um den Tanz zu üben, den wir an der Delegiertenversammlung vorführen werden. Wir üben, bis unser ABU-Unterricht anfängt.
Heute besucht uns jemand von der Steuerverwaltung beim Bund. Er erklärt und das Steuerwesen und wie man Steuererklärungen ausfüllt. Das Ausfüllen konnten wir im Internet lernen. Obwohl ich sagen muss, dass ich das immer noch nicht ganz verstehe.
Nach dem Unterricht üben wir noch einmal am Tanz. Dann geht es wieder auf den Betrieb.

 

Donnerstag, 9. März 2017

Arbeitsbeginn ist wieder um 07.00 Uhr. Ich mache Frühstück, räume die Abwaschmaschine aus und koche Wasser. Ich helfe den Kindern beim bereitmachen und mache gleichzeitig das Mise en Place für den Brotbachtag.
Als die Kinder gegangen sind, mache ich aus einem Gemisch von Schwinger- Mehl, Weissmehl und Ruch Mehl 4 kg Brot.
Während der Teig knetet, hänge ich die Wäsche auf und räume die Küche auf. Als der Teig fertig ist lege ich ihn in eine grosse Kiste und bedecke ihn mit einem kalten Küchentuch. Danach putze ich die Knetmaschine und mache mich dann an die täglichen Aufgaben.
Ich staube im oberen Stock ab. Danach sauge ich den Estrich. Dann ist es Zeit, um in die Küche zu gehen. Heute kochen ich und meine Chefin mal zusammen, da ich dieses Gericht noch nie gekocht habe. Es gibt Siedfleisch an einer selbstgemachten Bouillon, Salzkartoffeln, Senfsauce und Salat.
Als erstes legen wir Alufolie auf die heisse Herdblatte und legen halbe Zwiebeln darauf. Wir lassen die Zwiebeln so lange liegen, bis sie schwarz sind, das verleiht später der Bouillon die schöne Farbe. Als nächstes legen wir die Zwiebeln mit Sellerie und Karotten in eine grosse Gratinform, füllen ein bisschen heisses Wasser ein und geben das Siedfleisch dazu. Das alles geben wir für 1,5–2 Stunden in den Steamer.
Als Nächstes sauge ich im 1. Stock staub. Ich gehe wieder in die Küche und mache die Salzkartoffeln und die Senfsauce. Da aber noch nicht Zeit ist, um zu essen mache ich noch eine Süssmostcrème. Ich decke den Tisch, bereite das Getränk zu und dann ist auch schon Essenszeit.

Nach dem Essen waschen ich und meine Chefin zusammen ab und danach habe ich eine Stunde Pause.
Die Pause ist vorbei und ich mache das Putzzeug bereit, um mein Zimmer zu reinigen. Als erstes reinige ich das Fenster, staube ab, sauge den Staub am Boden Boden und nehme diesen auf.
In der gleichen Zeit schaue ich auf die Kleine. Als nächstes putze ich noch ein paar Fenster, da heute nicht so schönes Wetter ist.
Als die Kinder nachhause kommen, helfe ich ihnen bei den Hausaufgaben und gehe danach meinem Chef im Stall helfen. Ich bin froh, dass ich helfen kann, weil ich sehr gerne draussen und bei den Tieren bin. Im Stall helfe ich misten, das mache ich ziemlich gerne. Manchmal kommen die Kälber, die ich dann streicheln kann.
Dann bin ich fertig und gehe wider hinein. Zeit zum Abendessen ist noch nicht, deshalb falte ich die getrocknete Wäsche und putze danach die Eier zum Verkaufen. Es gibt die Süssmostcrème mit Brot und Käse zum Znacht.

 

Freitag, 10. März 2017

Es ist der letzte Tag der Woche und ich starte wieder um 07.00 Uhr. Zuerst mache ich wieder das Frühstück, räume die Abwaschmaschine aus und helfe den Kindern. Als diese gegangen sind, erledige ich die täglichen Aufgaben noch vor meinem Frühstück. Dann etwa um 08.00 Uhr esse ich mit meiner Chefin und meinem Chef Frühstück.
Nach dem Essen räume ich ab und fülle das Geschirr in die Abwaschmaschine. Als nächstes staube ich im Erdgeschoss alles ab. Da heute noch ein neues Tablar angebracht wird, kann ich den Stock noch nicht staubsaugen. Deshalb bereite ich aus dem Resten Siedfleisch vom Vortag einen Salat zu. Diesen wird es zum Zmittag geben. Danach bereite ich den Karottensalat zu. Endlich bin ich fertig und kann anfangen, Staub zu saugen. Ich nehme den Boden feucht auf und mache danach einen Chinakohlsalat und Teigwaren. Um 12.15 Uhr gibt es Mittagessen.

Nach dem Essen räume ich die Küche auf. Dann habe ich Feierabend. Ich weiss, viele denken jetzt, warum ich bereits Feierabend habe. Nun, das hängt damit zusammen, dass ich letzten Sonntag an der Agrimesse in Thun geholfen habe. Zwei Mitschülerinnen und ich haben zusammen Bräzeli gemacht. Wir hatten viel Spass und haben viele Eindrücke mitgenommen.

Zum Schluss möchte ich noch etwas über den Betrieb schreiben, wo ich arbeite:

Auf dem Hof wir viel angeboten, z.B. Fleisch von ihren Tieren aus Mutterkuhhaltung, Natura Veal und Natura Beef, Eier, Süssmost und Brennholz. Ausserdem wird seit kurzem „Schule auf dem Bauernhof“ angeboten. Auf die nächst Woche freue ich mich, da besseres Wetter ist und ich mehr draussen arbeiten kann.

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  • Letzte Änderung am Mittwoch, 22 März 2017 16:39

2 Kommentare

  • Kommentar-Link Zurbrüggs Freitag, 24 März 2017 17:34 gepostet von Zurbrüggs

    Liebe Celina.
    Du hast einen sehr guten Bericht geschrieben. Wir sind dir Dankbar für deine Hilfe und freuen uns auf die verbleibende Zeit im Bildungsjahr bei uns.

  • Kommentar-Link Monika Rickli Donnerstag, 23 März 2017 14:57 gepostet von Monika Rickli

    Mini liebi Celina.
    I bi so mega stolz uf di... ? du hesch das so super gschribe... u di Tag isch absolut niä längwilig, da du immer volles Programm hesch..
    Du machsch das super u gisch immer di vou isatz u machsch o mängisch meh aus de sötsch...
    Ha di lieb.. ?
    Mami ?

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