Tagebuch Tonia Stöckli

Tonia Stöckli beschreibt ihre Woche bei Barbara Gerber in Zollbrück

Montag, 1. Mai 2017

Heute um viertel nach sieben klingelte mein Wecker, so dass ich um halb acht mit der Arbeit beginnen konnte. Um diese Zeit gingen die 3 ältesten Kinder der Familie gerade in die Schule und in den Kindergarten. Als ich in die Küche kam, räumte ich zuerst den Geschirrspüler aus, dann staubsaugte ich den Küchenboden, Badezimmer und Gang. Danach ging ich ins Kinderzimmer die Betten machen und lüften. Anschliessend machte ich den Frühstückstisch bereit, dazu gehört auch die Kaffeemaschine zu reinigen und bereitzustellen, Milch und Tee zu kochen. Als die Chefs, der Lehrling und Jolanda - eine LUB-Mitarbeiterin, die schon seit etwa 6 Jahren auf dem Hof lebt und mithilft – hereinkamen, assen wir mit Jan, dem jüngsten der Familie, Frühstück.
Nach dem Frühstück rüstete ich Lauch und schnitt Schinken für ein Lauchgemüse und bereitete die Kartoffeln für den Kartoffelstock vor. Um elf konnte ich dann schon die Mittagspause machen, weil ich am Nachmittag früher als sonst wieder arbeiten musste.
Nach dem Mittagessen ging ich mit dem Lehrling und Jolanda den Stall der kleinen Aufzuchtziegen ausmisten. Dann gab es Zvieri. Nach dem Zvieri passte ich auf Ben, Nik und Jan auf. Nicole, die älteste ging noch weg. Dazu rüstete ich Salat fürs
Znacht, hängte gewaschene Kinderhosen zum Trocknen auf und machte dann aus den Resten des Zmittags eine Suppe. Als die andern reinkamen assen wir Znacht, dann räumte ich mit Jolanda die Küche auf und anschliessend hatten wir Feierabend.

 

Dienstag, 2. Mai 2017

Heute, nach den morgendlichen Arbeiten, hängte ich die Wäsche ab und faltete sie. Daraufhin hängte ich die frischgewaschene Wäsche auf. Danach musste ich zügig das Kochen in Angriff nehmen. Barbara war den ganzen Tag an der BEA und darum war ich auf mich alleine gestellt, wobei die Grossmutter aus demselben Haus zusammen mit Jan noch eine frische Rhabarbercrème fürs Dessert machte. Zum Mittagessen machte ich Hackplätzli aus Trutenfleisch, Bratkartoffeln und grünen Salat. Nach der Mittagspause hängte ich die Wäsche ab und faltete diese. Dann gab es Zvieri und anschliessend war wieder eine Maschine voll Wäsche bereit, um aufgehängt zu werden. Danach rüstete ich mit Nicole Salat, den wir bekommen hatten und der leider nicht mehr gut war. Wir kompostierten diesen. Dann half ich den Kindern ihre Pyjamas anzuziehen und machte dann Znacht. Barbara war inzwischen auch nach Hause gekommen und half mir dabei.

 

Mittwoch, 3. Mai 2017

Heute hatte ich wie gewöhnlich Schule. Um sieben Uhr stieg ich auf mein E-Bike und fuhr nach Zollbrück, in die Nähe der Bushaltestelle. Dann stieg ich in den Bus und musste dann in Ramsei in den Zug umsteigen. In Burgdorf musste ich wieder umsteigen und traf dort auf einige Klassenkameradinnen. In Langenthal stiegen wir dann in den Bus um, der uns zum Waldhof brachte. Um viertel vor neun startete der Unterricht mit der Klassenstunde. Wir besprachen schon mal ein bisschen die Abschlussfeier. Dann hatten wir in der Halbklasse Haushaltsführung übers Putzen und die Körperhaltung dabei. Zu Mittag kochte uns die andere Halbklasse Kalbsrollen mit Bärlauch, Kartoffelknöpfli und Kopfsalat. Zum Dessert backten sie Snickerscakes. Am Nachmittag hatten wir im Spezialprogramm Gartenbau und konnten ein kleines Gesteck machen, das wir dann mitnehmen konnten. Dann hatten wir ABU (Allgemeinbildender Unterricht). Dort ging es zuerst um Flächenberechnung. Danach erklärte uns Frau Mai, wozu die diversen Versicherungen dienen und worauf man achten soll. Um zwanzig nach vier hatten wir die Schule aus. Dann gingen wir wieder zurück auf unsere Ausbildungsbetriebe. Dort machte ich noch Znacht und brachte die Kinder ins Bett. Dann hatte ich Feierabend.

 

Donnerstag, 4. Mai 2017

Heute nach den morgendlichen Arbeiten und dem Frühstück hatte es erneut Wäsche zum Aufhängen und falten. Danach nahmen wir mit der Grossmutter einen Kaffee. Dann machte ich den Rührteig für Omeletten parat, räumte den Geschirrspüler aus und deckte den Tisch. Anschliessend ging ich nach draussen um die Terrasse zu wischen.
Barbara machte drinnen die Omeletten. Dann kam Ben nach Hause. Nicole ging nicht zur Schule, weil sie krank war. Nach der Mittagspause faltete ich Socken und dann backte ich aus einem Kilogramm Mehl zwei Brotteige und liess sie aufgehen. Die Kinder machten aus Knete Torten und Guetzli. Ich half ihnen dann aufzuräumen, danach gab es Zvieri. Die Kinder gingen nach dem Zvieri nach draussen und ich startete noch den Staubsauger, um die Küche, den Gang und die Zimmer zu reinigen.
Dann schob ich das Brot in den Ofen und ging auch nach draussen. Zuerst ging ich mit den Hunden kurz spazieren, danach fütterte ich sie. Dann fütterte ich noch die Kaninchen. Ich half der Grossmutter noch mit dem Auto, es hatte einen Platten und ich saugte im Innenraum das Gröbste raus. Anschliessend nahm ich noch mein Kaninchen, das ich auch auf dem Hof habe, raus und die Kinder fütterten es mit Löwenzahn und andern Gräsern. Dann räumten wir draussen auf und ich machte mit den Omelettenresten eine Flädlisuppe. Nach dem Znacht räumte ich mit Jolanda die Küche auf und brachte die Kinder ins Bett. Dann hatte ich schon wieder Feierabend.

 

Freitag, 5. Mai 2017

Heute nach den morgendlichen Arbeiten half ich Nik und Jan Kleider für draussen anzuziehen. Dann habe ich das Ragout angebraten und liess es bis zum Mittag in einer Pfanne köcheln. Danach machte ich aus 5 Litern Milch Joghurt. Zum Ragout machte ich Kartoffelstock und Krachsalat. Nach dem Mittag packte ich wie gewöhnlich freitags meine Sachen zusammen und arbeitete dann wieder. Sonst habe ich jeweils noch eine Stunde Pause vor dem weiterarbeiten. Ich faltete mit Nik und Jan Wäsche und putzte dann den oberen Stock, der vom Lehrling, Jolanda und mir benutzt wird. Dann startete ich im unteren Stock noch den Staubsauger, um die Küche und den Gang zu saugen. Anschliessend konnte ich nach Hause gehen. Zuerst ging ich jedoch noch schnell in den Jakobmarkt um Stoffe zu kaufen, die ich brauchen werde um ein T-Shirt zu nähen auf dem Lehrbetrieb.

Das „Bildungsjahr Hauswirtschaft“ finde ich ein tolles Jahr, es gibt mir viele Eindrücke und ich lerne, einen Haushalt zu führen und mit Kindern zu arbeiten. Die Schule ist eine gute Abwechslung und man lernt Dinge, die man später auch brauchen kann.

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  • Letzte Änderung am Montag, 15 Mai 2017 20:03

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