Tagebuch Swantje Schmidt

Swantje Schmidt beschreibt ihre Woche bei Beatrice Röthlisberger in Biembach

Montag, 3. April 2017

Heute hatte Bea eine obligatorische Lehrerweiterbildung, deshalb ging ich gleich von Zuhause aus zu einer Freundin von ihr um zu helfen. Elias war auch dort, da Simon anderswo hin gegangen war.
Als ich bei Katrin ankam, schickte sie mich gleich zum Einkaufen für das Znüni und Zvieri, da sie, ihrer Meinung nach, nichts Gescheites mehr zuhause hatte. Danach fingen wir an, die Fensterstoren und Fenster zu putzen. Wir putzten zwar nur mit Wasser und Mikrofaserlappen, aber es wurde trotzdem ganz gut sauber.
Als es dann auf das Mittagessen zuging, half ich beim Knöpfli machen. Nach dem Mittagessen bekam ich eine dreiviertelstündige Mittagspause, in der ich in meinem Buch las und ein wenig döste.
Wir putzten weiter und assen irgendwann mal dazwischen ein Zvieri. Die Kinder spielten draussen Polizist, sprangen auf dem Trampolin herum und irgendwann mal holten sie Nägel und Schnüre auf den Rasen und machten sich daraus Zäune für ihre Spielzeugkühe.
Nachdem Bea Elias und mich wieder nachhause geholt hatte, zog ich noch das Bett in der Ferienwohnung, die wir vermieten, frisch an. Ich bekam frei und danach gab es Abendessen. Elias war sehr aufgestellt, dadurch wurde das Abendessen sehr witzig und aussergewöhnlich viel ass er auch.
 

Dienstag, 4. April 2017

Heute, so wie immer nach dem Frühstück, habe ich die morgendliche Putztour gemacht. Zuerst reinigte ich mit dem Besen die Küche, danach mit dem "Bäseli & Schüfeli" die Treppen von zuoberst bis nach ganz unten zum Eingang und als letztes auch wieder mit dem Besen den Eingangsbereich und die Waschküche. Danach haben Bea und ich einen Teil der Wäsche vom Montag zusammengelegt und eine neue Portion gewaschen, bis sie gehen musste, denn heute war Bea an einem obligatorischen Lehrerausflug. Eigentlich ist montags der Wäschetag, aber da gestern niemand da war, haben wir es eben heute nachgeholt.

Bis um elf Uhr habe ich die Ferienwohnung geputzt und die leeren Sachen oder fast leeren Sachen aufgefüllt, wie z.B. die Kaffeekapseln, das Salz und die Pfeffermühle. Ärgerlich war, dass ich dabei schon ein wenig im Stress war und dann auch noch die eine Tüte mit dem weissen Pfeffer ausgekippt war, danach war die ganze Küche voll.
Um 11.00 Uhr habe ich das Mittagessen wie mit Bea geplant ganz selbständig gekocht. Es hat dann auch allen geschmeckt.
Nach der Mittagspause habe ich in der Ferienwohnung noch die Böden gesaugt und nass aufgenommen, da vor dem Mittagessen keine Zeit mehr gewesen war.
Danach hängte ich noch die Wäsche, die ich im Verlaufe des Morgens gewaschen hatte und ging dann nach draussen um Simon und Elias zu helfen. Wir transportierten mit viel Anstrengung, die Gestelle für die Stangenbohnen vom untersten bis zum obersten Feld und montierten sie dort, so dass man einen Draht und ein spezielles Plastiknetz dazwischen spannen konnte, damit man dort im Mai so viele Bohnen wie möglich pflanzen kann.
Als wir damit zu Ende waren, gingen wir noch an den Waldrand und entrümpelten den einen Teil davon, denn dort hatten die Vorgänger von Röthlisbergers früher immer ihren Müll hingeschmissen und vergraben. Diesen Müll gingen wir wieder ausgraben und sortieren, damit man diesen dann besser entsorgen kann und der Platz genutzt werden kann. Auf einem Haufen waren metallische Gegenstände, auf einem anderen waren Wurzeln und Steine, die uns beim Graben in den Weg gekommen waren. Auf den "Schilter" luden wir Ziegelsteine, Betonklötze und sonstige Steinplatten und in die grossen Müllsäcke füllten wir die Plastikfolie und anderen Abfall. Um 17.00 Uhr machte ich mich ans Schreiben dieses Beitrages und bald kam Bea nach Hause, die uns sehr leckere Flammkuchen zum Abendessen backte.
 
 
Mittwoch, 5. April 2017
 
Heute, direkt nach dem Frühstück und nach der morgendlichen Putz Tour, sind Bea und ich nach Zollbrück gefahren. Denn dort haben Röthlisbergers ein Haus mit mehreren Wohnungen drin, welches zu einem Teil ihnen gehört. Die eine Wohnung war seit 24 Jahren von denselben Mietern bewohnt und wurde sehr schlecht geputzt. Fürs Znüni gingen wir in die Bäckerei in der Nähe. Um Zwölf Uhr bemerkten wir dann, dass wir die Zeit völlig vergessen hatten, da aber nicht mehr sehr viel zu tun war, entschlossen wir uns, fertig zu putzen und dann erst Nachhause zum Zmittag zu gehen.
Am Ende waren wir dann erst etwa um zwei Uhr oder viertelnach wieder zurück. Nach dem sehr leckeren Mittagsessen, welches Simon und Elias zubereitet hatten, bekam ich bis um viertelvor vier Mittag. Den grössten Teil über schlief ich.
Nach der Mittagspause ging ich nach draussen und half bis um halb sechs noch weiter den "Schuttplatz" zu entrümpeln. Es kamen ganz viele kuriose Dinge zum Vorschein, wie z.B. zwei gläserne Fläschchen, ein grosses Eisenstück mit vielen Nägeln daran und wieder Unmengen von Plastikfolien.
Als ich frei bekam, ging ich noch eine lange Weile Klavier üben und dann an den Laptop.
Nach dem Abendessen ging ich noch eine Weile auf WhatsApp und verbesserte die Texte von gestern und vorgestern mit Hilfe der Korrektur von Bea. Danach hütete ich noch Elias und brachte ihn ins Bett.
Eigentlich ist Mittwochs immer Schule im Waldhof in Langental, aber diese Woche, wie auch nächste Woche sind Frühlingsferien.
 

Donnerstag, 6. April 2017

Heute Morgen, da Röthlisbergers Ferien haben, sind wir eine halbe Stunde später aufgestanden. Danach haben wir etwas getrunken und die, die wollten, haben ein wenig gegessen, denn heute hatten wir ein Spezialprogramm: Mit dem Auto fuhren wir bis nach Enggistein, dort liessen wir das Auto und spazierten eine knappe Stunde lang bis nach Schlosswil.
Wir frühstückten im Restaurant dort, welches neben einem Schloss liegt. Danach spazierten wir wieder zurück. Elias und ich klebten uns auf dem Weg mit Gänseblümchen, Immergrün- Blüten und Veilchen mit Hilfe von Löwenzahnmilch Ohrringe.
Danach fuhren wir mit dem Auto zu einem anderen Biohof, um unsere bestellten Setzlinge und zwei Säcke Hühnermistdünger zu holen.
Als wir wieder Zuhause waren, machten wir bis um halb eins Mittagspause.
Nach der Mittagspause gingen wir alle nach draussen. Ich durchtränkte im Brunnen die neuen Setzlinge, damit wir sie danach je nachdem ins Tunnel oder ganz nach draussen ins Feld setzen konnten. Jedoch die Krautstiele pflanzten wir in Töpfe um, weil sie besonders heikel sind und es um diese Jahreszeit sein kann dass es nochmals kälter wird. Wenn sie dann schon draussen eingepflanzt wären, würden sie kaputt gehen. So in Töpfchen, stellten wir sie, in Harassen eingeordnet in den Tunnel, damit wir sie spätestens Mitte Mai ins Freiland setzen können. Danach räumten wir alles weg und ich holte, in der Zeit in der Bea das Abendessen kochte, die Wäsche herein und legte sie zusammen, bis ich zum Essen gerufen wurde. Nach dem Essen, gingen Elias und ich, noch eine Weile raus und beklebten unsere Gesichter und Ohren mit Gänseblümchen und Löwenzahnleim. Wir sahen danach ganz schön witzig aus. Simon fotografierte uns noch und dann mussten Röthlisbergers auch schon losfahren, da Elias von heute Abend bis morgen Abend zu seiner Grossmutter geht und Bea und Simon noch nach Bern fahren, weil sie sich dort mit ein paar Leuten treffen um zu beten.
 
 

Freitag, 7. April 2016

Heute nach dem Frühstück ging ich die Schafe füttern und dem einen Lamm einen Schoppen bringen, da es von seiner Mutter verstossen worden war. Währenddessen fing Bea schon mal an zu putzen, da freitags immer Putztag ist. Nach dem Füttern ging ich auch putzen. Alles abstauben, alle Böden staubsaugen, feucht aufnehmen und die Küche mit ihrem Drum und Dran auf Vordermann bringen.
Während des Znünis besprachen Bea und ich den Menüplan für die nächste Woche und fingen den Einkaufszettel an zu schreiben. Danach fing ich mit dem Zmittag kochen an. Immer wenn ich die Töpfe alleine lassen konnte fing ich an die Pflanzen zu giessen. Bald kam auch schon Simon und wir konnten essen. In der Mittagspause las ich wiedermal in meinem Buch weiter.
Nachmittags:
Nach der Mittagspause putzten wir noch zu Ende. Dann bekam ich Zeit um diesen Text hier zu schreiben. Wenn ich damit zu Ende bin werde ich noch einen Zopfteig machen. Danach werde ich frei haben, packen, bei Röthlisbergers noch zu Abendessen und dann nach Hause gehen.
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  • Letzte Änderung am Mittwoch, 14 Juni 2017 14:51

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