Tagebuch Lea Bohren

  • Dienstag, 24 Oktober 2017 20:17

Lea Bohren beschreibt ihre Woche bei Brigitte Walker in Huttwil

Montag, 9.Oktober 2017

Mein Tag begann am Montag um 05.00 Uhr, da um 05.49 Uhr mein Zug von Grindelwald nach Huttwil fuhr. Um 09.00 Uhr kam ich an meinem Arbeitsort an. Als erstes kontrollierte ich die Kühlschranktemperaturen. Wir bekamen rund 4000 Mastpoulets! Danach fütterte ich die Kaninchen und die Hühner und nahm zudem die Eier aus. Anschliessend wischte ich ums Haus. Um halb zehn bereitete ich die Kaffeepause vor. Nach der kurzen Pause sortierte ich die Wäsche. Als ich das gemacht hatte, ging ich mit der Grossmutter auf die Lamaweide und gabelte das gemähte Gras auf die Kippschaufel vom Traktor. Um 11.00 Uhr ging ich dann in die Küche und bereitete das Mittagessen vor, es gab Gratin mit Spätzli, Speck und Eier. Nach dem Essen hatte ich eine Stunde Mittagspause. Nach meiner Pause ging ich nach draussen und half im Garten und bei den Tieren. Später durfte ich Brokoli und Blumenkohl blanchieren. Das Gemüse legte ich auf verschiedene Bleche, um es lose einzufrieren. Später füllte ich es in Säcke ab. Um halb sieben bereitete ich mit den drei Kindern das Abendessen vor, es gab einfach Brot, Konfi, Butter, Käse und etwas Salami. Um ca. halb Acht hatte ich Feierabend, aber die Kinder fragten mich noch, ob wir zusammen Unihockey spielen könnten. Es machte extrem viel Spass und bot eine Abwechslung!

 

Dienstag, 10. Oktober 2017

Um 07.15 Uhr ging ich in die Küche, bereitete den Tee vor und machte das Frühstück für uns. Weil die Kinder Ferien haben, schlafen sie meistens sehr lange aus. Als wir gefrühstückt hatten, machte ich die Küche fertig, wischte die Treppe und den Boden, putzte das untere Badezimmer sowie mein Zimmer. Als ich drinnen fertig war, ging ich raus und wischte den Schopf und fütterte die Hühner und Hasen. Heute durfte ich den Lamas Heu bringen und ihre Weide misten. Als ich draussen fertig war, hiess es für mich wieder nach drinnen zu gehen, weil auf mich drei Haufen Kleider zum Waschen warteten. Zum Mittagessen gab es Pouletchnusperli mit selbst gemachten Pommes und einem grünen Salat.
Am Nachmittag arbeitete ich im Garten, wo ich den Holunder und die Goldmelisse abschneiden musste und ich einen Gartenstrauch frisieren durfte. Zum Abendessen gab es eine Käseplatte mit ganz verschiedenen Käsesorten von der Region, mit Hart- und Weichkäse.

 

Mittwoch, 11.Oktober 2017

Mein Arbeitstag begann wie immer um 07.15 Uhr mit dem Frühstück machen und Tee für den Tag kochen. Auch heute wollten die Tiere gefüttert werden, was mir immer grosse Freude bereitet. Bei den Legehennen holte ich die Eier und liess sie auf die Hühnerweide. Später musste ich die Wäsche zusammenlegen. Letzte Woche machte ich Mixed Pickels in Gläser ein und klebte nun die Etiketten drauf. Auch im Garten gab es einiges zu tun. Ich pflückte Himbeeren und schnitt Gräser und Blumen ab, besprühte sie mit Haarspray (so bleiben sie stabiler) und hängte sie kopfüber zum Trocknen auf. Zum Essen gab es heute zum Mittag Kartoffelschnee mit Ragout und zum Nachtessen Nudeln mit Cinque Pi- Sauce. Am Abend kam ein Mädchen von Melchnau die Stelle für 2018 anschauen. In dieser Zeit spielte ich mit den Kindern Sven, Mischa und Sina Memory.

 

Donnerstag, 12.Oktober 2017

Wie immer bereitete ich das Frühstück vor und machte den Durchgang im Haus und draussen. Jeden Donnerstag schrubbe ich das Badezimmer ganz gründlich, so auch heute. Nach dem Versorgen der Kleintiere fütterte und putzte ich noch die beiden Esel und die Ponys. Da die Grossmutter am Donnerstag immer ihren tierfreien Tag geniessen darf, kann ich ein Teil dieser schöne Arbeit für sie übernehmen. Zum Mittagessen kochte ich Lamaleber an einer Rahmsauce mit Äpfeln und Reis. Am Nachmittag steckte ich im Garten alle 15 Zentimeter eine Knoblauchzehe. Später grub Brigitte Kartoffeln und sortierte sie mit Marianne, Mischa, Sven, Sina und mir. Die grünen und ganz Kleinen kamen in einen Sack für die Gusti und die guten in einen anderen. Dieses Jahr gab es riesige und schöne Kartoffeln. Nach dem strengen Nachmittag freuten wir uns auf ein feines Nachtessen mit Kartoffeln überbacken mit Racelettekäse und Salat.

 

Freitag, 13. Oktober 2017

Mein letzter Arbeitstag in dieser Woche begann wie jeder andere auch und ich genoss wie immer das Frühstück mit meiner Chefin. Heute musste ich bei den männlichen Lamas misten, habe sie dann auf die Weide gelassen und durfte ihnen mit der „Motorgarette“ Heu bringen. Normalerweise putze ich am Dienstag die Küche gründlich, doch dieses Mal haben wir es auf den Freitag verschoben. Heute machte ich Sauerkraut ein. Den Weisskabis hobelten wir auf einer Maschine und gaben ihn zusammen mit Wachholderbeeren, Salz, Kräutern und Sauermilch in einen Gärtopf, wo er sechs Wochen ruhen muss. Nach jeder Schicht Kabis, musste ich ihn mit der Faust stampfen! Zum Mittagessen gab es Spaghetti Bolognese - lecker!! Am Nachmittag bekam ich Unterstützung von Liesi beim „Brätzelen“. Wir machten um die 1‘000 Berner Brätzeli für den Verkauf und einen Anlass. Ehrlich gesagt werde ich nie, nie einen Freund vom Brätzelen, entweder wurden sie zu dunkel, klebten am Eisen oder fielen auseinander! Ob da wohl „Übung macht den Meister auch gilt?“ Um 16.00 Uhr machte ich Feierabend. Eine Kollegin holte mich in Huttwil ab und wir machten uns auf die lange Heimreise nach Grindelwald.

So, das war meine Woche vom Montag den 9.Oktober bis Freitag den 13. Oktober 2017 bei Familie Walker in Huttwil.

Es gefällt mir sehr gut bei der Familie Walker, wir haben es immer lustig und ich lerne ganz viele neue Sachen!!!!!

  • 329
  • Letzte Änderung am Dienstag, 24 Oktober 2017 20:33

Schreibe einen Kommentar

Die Webmaster behalten sich vor, beleidigende oder unpassende Kommentare nicht freizuschalten...

Achten Sie darauf, dass die Felder mit * ausgefüllt werden müssen.