Tagebuch Jana Caflisch

  • Dienstag, 05 Dezember 2017 16:23

Jana Caflisch beschreibt ihre Woche bei Irene Zurbrügg, Fahrni

Montag, 23. Oktober 2017

Um sieben Uhr begann mein Arbeitstag bei Zurbrüggs mit dem Frühstück machen. Wenn Ueli als Zimmermann arbeiten geht, helfe ich nach den täglichen Arbeiten Irene im Stall bei den Mutterkühen. Wir liessen die Tiere auf die Weide, misteten den Stall aus und zogen dem kleinen Kalb, das in der Nacht geboren wurde, ein Glöckli an.
Pony und Esel durften auch noch auf die Weide.
Ich schnitt noch alle grünen Tomaten ab, legte sie in eine Sagex-Kiste und gab noch drei rote Äpfel dazu, damit sie nachreifen und rot werden.
Heute brauchte Sophia, die jüngste aus der Familie, besonders viel Aufmerksamkeit, da sie krank war. Um sie abzulenken schauten wir zusammen ein Büechli und spielten Memory.
Zum Zmittag machte ich eine Boullionsuppe, dazu gab es Käsekuchen mit Rüebliwürfeli und Broccoli und einen Endiviensalat.
Nach meiner Mittagspause half ich den Jungs die Hausaufgaben zu erledigen. Danach faltete ich die Wäsche, putzte den Estrich und mein Zimmer.
Zum Nacht machte ich einen Käse/Wurst-Salat mit Brot. Nach dem Aufräumen der Küche hatte ich Feierabend.
 

Dienstag, 24. Oktober 2017

Heute Morgen half ich Irene, da Ueli wie gestern arbeiten ging, wieder im Stall. Danach ging ich ins Haus und erledigte meine alltäglichen Arbeiten. Zum Zmittag machte ich Bohnen im Speckmantel mit blauen und weissen Salzkartoffeln und Kabissalat.
Am Nachmittag nahm ich den Boden im unteren Stock feucht auf, den Irene zuvor gesogen hatte.
Danach bereitete ich den Teig für die Dampfnudeln zum Znacht vor. Als ich damit fertig war, ging ich nach draussen, um auf dem Feld Blacken (Unkraut) zu stechen. Gleichzeitig sah ich nach der Kuh mit dem neuen Kalb, da die beiden heute zum ersten Mal gemeinsam auf eine kleine Weide durften.
Am Abend hackte ich Peterlig zum Einfrieren, machte Vanillesauce und backte die Dampfnudeln, die wir dann zum Znacht assen. Nach dem Znacht räumte ich noch den Tisch ab und passte noch bis um 20.15 Uhr auf die Kinder auf, da Ueli und Irene noch weg waren.
 

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Heute hatten wir in der Schule Generationen-Tag. Ich habe mich sehr darauf gefreut, da es der erste Spezialtag war.
Am Morgen haben wir als erstes ein Dossier zum Thema „Kindesentwicklung“ bekommen, mit verschiedenen Aufgaben, die wir lösen mussten. Als alle die Aufgaben gelöst hatten, ging es an den praktischen Teil.
Wir haben verschiedene Sachen gebastelt, um Ideen zu sammeln, wie man Kinder beschäftigen kann. Am besten gefallen hat mir das Knete machen weil es einfach ist und Kinder (oder Erwachsene) sich stundenlang damit beschäftigen können.
Schon bald war der morgendliche Unterricht zu Ende und wir durften ausnahmsweise in die Mensa essen gehen, da es am Morgen nicht gereicht hatte, um selber zu kochen.
Nach der Mittagspause gingen wir an den Bahnhof in Langenthal und fuhren von dort aus mit dem Zug ins Nachbardorf.
Als wir ankamen, erwarteten uns unsere Lehrerinnen bereits am Bahnhof und von da aus gingen wir zu Fuss ins Altersheim des Dorfes.
Dort gingen wir mit den Senioren spazieren, bestaunten die Vögel im Garten, spielten Spiele und unterhielten uns mit Ihnen. Ich hoffe, wir konnten den Senioren einen abwechslungsreichen und schönen Nachmittag bieten.
Der Generationentag hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächsten Spezialtage.
Ich gehe sehr gerne in die Schule, da es eine sehr gute Abwechslung zum Familienalltag ist und ich so Kontakt zu gleichaltrigen habe. Das wäre ohne die Schule nicht so einfach.
 
 

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Heute Morgen bin ich nicht wie am Montag und Dienstag im Stall tätig gewesen, sondern habe nach den täglichen Arbeiten zwei Rüebli--Kuchen gebacken, da Irene heute für dem Mittagstisch der Schule kochte.
Als ich fertig war, ging ich nach draussen und habe die Meerschweinchen in ihr Aussengehege gelassen.
Später habe ich im oberen Stock alles abgestaubt und bin dann in den Garten gegangen, um Broccoli für das Zmittag zu holen. Zum Zmittag gab es Rinds- Entecôte mit Kartoffelstock und Broccoli, dazu einen Rüeblisalat - für Ueli, Sophia und mich - alle Jungs assen heute in der Schule.
Am Nachmittag ging ich mit Irene nach draussen, weil das Wetter schön war. Wir stachen die Knollen der Dahlien aus und versorgten die Kisten in den Keller, damit sie vom Frost nicht kaputt gehen.
Sellerie und Randen ernteten wir auch noch. Als wir fertig waren, holten Irene und ich mit Sophia das Pony und den Esel zurück in den Stall. Das war gar nicht so einfach, da der Esel sehr stur sein kann. Ich fütterte noch die Hühner und Ziegen. Danach faltete ich die Wäsche, die an der Sonne getrocknet war.
Da war auch schon wieder Zeit fürs Znacht. Also begann ich eine Mascarpone-Quittecreme zu machen, die wir mit Genuss assen. Als wir fertig waren, half Dorian mir, das Znacht wegzuräumen. Ich siebte den frischen Rahm und stellte ihn in den Kühlschrank. Danach hatte ich „Fyrabe“.
 
 

Freitag, 27. Oktober 2017

Am Morgen machte ich als erstes das Zmorge und half den Kindern, sich für die Schule bereit zu machen. Sophia hat heute Spielgruppe
Sobald die Kinder in der Schule waren, saugte ich den oberen Stock.
Als ich damit fertig war, durfte ich Ueli begleiten, der die Kühe mit ihren Kälbern aus Heimenschwand holte.
Als erstes jagten wir die Herde in ein kleineres Gehege, dort trennten wir die Kühe mit ihren Kälbern von den Rindern und sperrten sie in einen kleinen Stall. Dort haben wir sie in den Viehstransporter verladen.
Insgesamt mussten wir dreimal fahren, um alle Tiere von Heimenschwand nach Fahrni zu bringen. Deshalb gab es bereits Zmittag, als wir ankamen. Irene kochte Hackbraten mit Rüebli, Polenta und Salat.
Nach dem Zmittag begann ich im unteren Stock mit dem gründlichen Freitagsputzkehr.
Danach machten wir einen Teig für Rollbräzeli, den wir eingefroren haben, um ihn ein anderes Mal auszubacken.
Um 16.00 Uhr war ich fertig und ging ins Wochenende.
Ich mache mein Bildungsjahr Hauswirtschaft bei Zurbrüggs, weil sie eine sehr lebhafte und lustige Familie sind. Hier wird mir nie langweilig und ich habe fast das Gefühl, zur Familie zu gehören - das ist sehr schön.
  • 60
  • Letzte Änderung am Dienstag, 05 Dezember 2017 16:42

Schreibe einen Kommentar

Die Webmaster behalten sich vor, beleidigende oder unpassende Kommentare nicht freizuschalten...

Achten Sie darauf, dass die Felder mit * ausgefüllt werden müssen.