Präsidentinnenkonferenz 2017:

Ein Bericht von Barbara Heiniger

«Tipps um glücklich zu sein»

Die Präsidentinnen-Konferenz des Verbandes bernischer Landfrauenvereine VBL diente dazu, Neuigkeiten und Informationen an die Vereinsverantwortlichen bekannt zu geben. In der Fragerunde wurden die aktuellen Anliegen aus den Vereinen behandelt.

Herzlich begrüsste Rita Gfeller, Präsidentin des Verbandes bernischer Landfrauenvereine VBL, die Vereinsverantwortlichen Landfrauen am Inforama Rütti. «Wir sind froh um die guten Kontakte mit euch allen. Es ist wichtig, sich persönlich auszutauschen, obwohl die News immer auf unserer Homepage zu finden sind» sagte Rita Gfeller. www.landfrauen-be.ch bietet umfassend Informationen vom Verband.

Weiterbildung, Projekte und noch mehr

Susanne Rüegsegger, VBL-Vorstandsfrau, wird auf die nächste Delegiertenversammlung demissionieren. Der Sitz soll vorerst vakant bleiben um Kosten zu sparen. Der «Tag der Pausenmilch» ist seit Jahren erfolgreich, der Verband Schweizer Milchproduzenten bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem SBLV und den Landfrauenvereinen. Am 7. November 2017 werden rund 330 000 Becher Milch ausgeschenkt, so erhalten fast 40 Prozent der Schweizer Schulkinder das gesunde Getränk.

Über die Tätigkeiten in den VBL-Fachkommissionen «Bildung und Projekte», «Öffentlichkeit / Landfrau / Homepage / Projekte», «Bäuerin, bäuerliche Themen, Politik, Netzwerk», und «Bildungsjahr Hauswirtschaft» orientierten die VBL-Vorstandsfrauen.

Im 2017 wurden Weiterbildungskurse angeboten, auch fürs neue Jahr sind wieder einige geplant, gab Heidi Glatthard Auskunft. Das GEF Projekt «Ernährung und Bewegung» wird weitergeführt und interessierte Vereine können sich dafür melden. Barbara Lüthi orientierte, dass die «Die Landfrau online» erschienen ist. Auf die Aktualität der Homepage wird ein grosses Augenmerk gelegt. Neu soll es auch Werbemöglichkeiten für Landfrauen und nahestehende Firmen geben. Zudem werden schreibende Frauen gesucht, welche zu aktuellen und frei gewählten Themen jeweils Artikel verfassen. Der Landfrauentag findet am 23. und 24. Mai 2018 im Seeland statt teilte Barbara Kunz mit. Besucht wird mit einer Führung die JVA Witzwil, anschliessend werden die Seeländer Bäuerinnen in Vinelz mit einem Apéro und Nachtessen aufwarten. VBL Reisen werden 2018 an zwei Destinationen organisiert. Sie führen vom 27. - 29. April und 04. - 06. Mai in die Bodensee Region nach Bad Wörishofen und Augsburg, mit Besuch der weltbekannten Augsburger Puppenkiste. Vom 16. - 25. Juni, sowie 09. - 18. September ist der «Landfrauensommer» in den Masuren geplant. Nordpolen mit Danzig, der masurischen Seeplatte, die Wanderdünen, die Stadt Thorn, Besuch auf einem Bauernhof, ein Piroggen-Kochkurs, sowie zahlreiche andere Höhepunkte stehen auf dem Programm.

Erfolgreiches Bildungsjahr

Susanne Rüegsegger teilte aus der Fachkommission «Bäuerin» mit, dass mit Andrea Bigler, Bolligen, und Evelyne Mürner, Reichenbach, zwei Berner Bäuerinnen als die Besten der Schweiz die Prüfung Bäuerin FA bestanden haben. Geändert wird ab 2018 die Finanzierung der Fachbildung. Der 3. Bäuerinnen-Treff wird 2018 in Ersigen stattfinden, das genaue Datum ist noch nicht bekannt. Das Ziel dabei ist, der Öffentlichkeit den Berufsverband der Bäuerinnen zu zeigen. Vizepräsidentin Christine Brügger orientierte aus der Fachkommission «Bildungsjahr Hauswirtschaft», das im August mit dem elften Angebotsjahr und 23 jungen Frauen als Auszubildende gestartet wurde. «Es ist eine Erfolgsgeschichte und wir sind stolz, dass der VBL als erster dieses sinnvolle Zwischenjahr lancierte. Nun gibt es bereits in einigen Kantonen ein ähnliches Angebot» sagte Christine Brügger.

«Krisen im Alltag»

Im zweiten Teil des Anlasses zeigte Philipp Schmutz, Psychologe am Psychiatriezentrum Münsingen PZM, zum Thema «Krisen im Alltag» deren Facetten und Auswirkungen auf. Er erklärte dabei was Grundbedürfnisse sind und auch wo die «Blue Zonen» existieren. Die Erkenntnisse aus ihnen und Tipps um glücklich zu sein vermittelte der Referent ebenfalls. Philipp Schmutz erklärte aber auch die Symptome von Depressionen, sowie Warnsignale bei Suizid und allfällige Therapien, oder Möglichkeiten selber etwas dagegen zu unternehmen. «Möglichst viel Freude erleben und ein sinnhaftes Leben führen» gab der Psychologe den Landfrauen unter vielem anderen auch mit auf den Weg. Auch erklärte er Zusammenhänge zwischen Depressionen und dem geläufigen Ausdruck «Burn-out». Zahlreiche Buchtipps, darunter auch sein Werk «Allan – Wenn die Farben des Lebens verblassen» stellte Philipp Schmutz zusammen mit den wichtigen Notrufnummern vor. «Menschen treffen, die einem guttun, Achtsamkeit praktizieren, genügend Schlafen und vor allem dankbar sein für das wo man hat, hilft schon in vielen Situationen» hielt Philipp Schmutz fest. Sehr geschätzt wurde, dass er im Plenum und persönlich für zahlreiche Fragen der Landfrauen viel Zeit hatte

In der Fragerunde und Diskussion konnten die Vereinsverantwortlichen ihre Anliegen und Wünsche an den VBL deponieren. Dabei wurde klar, dass ein Austausch unter den Vereinen wichtig ist. Mit bestem Dank für die rege Teilnahme verabschiedete VBL Präsidentin Rita Gfeller die engagierten Präsidentinnen und Vereinsverantwortlichen.

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Text und Bilder: Barbara Heiniger

 

Artikel von Andrea Wyss in der Bauernzeitung: Hier ansehen

Referat: "Krisen im Alltag": Hier ansehen